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Brustkrebs

Die Diagnose „Brustkrebs“ ist für viele Frauen erst einmal ein Schock. Es ist eine ernste Krankheit, die tödlich verlaufen kann, aber nicht muss. Laut der Broschüre „Krebs in Deutschland“ leben fünf Jahre nach der Erstdiagnose „Brustkrebs“ durchschnittlich noch acht bis neun von zehn der Patientinnen. Sie besitzen damit gute Chancen, die Krankheit überwunden zu haben. Herausgeber der Broschüre „Krebs in Deutschland“ sind die „Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister“ und das „Robert-Koch-Institut“. Generell gilt: Je früher ein Brustkrebs diagnostiziert wird, desto besser sind die Chancen auf Heilung. Aus diesem Grund ist die Brustkrebs-Früherkennung so wichtig.

Wie häufig tritt Brustkrebs auf?

Brustkrebs ist laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die häufigste Art von Krebs bei Frauen in Deutschland: 2006 wurde etwa bei 58.000 Frauen Brustkrebs diagnostiziert. Als Risikofaktoren gelten unter anderem bereits vorhandene gutartige Erkrankungen der Brust, Kinderlosigkeit oder späte Mutterschaft, frühe erste Regelblutung, spät beginnende Wechseljahre, aber auch regelmäßiges Rauchen und/oder regelmäßiger Alkoholkonsum. Auch eine erbliche Veranlagung kann bis zu einem gewissen Grad als zusätzlicher Risikofaktor auftreten.

Ältere Frauen erkranken eher an Brustkrebs als jüngere. Das durchschnittliche Alter einer Frau, die an Brustkrebs erkrankt, liegt laut Broschüre „Krebs in Deutschland“ bei 64 Jahren.

Wie erkennt man Brustkrebs?

In einem Frühstadium äußert sich ein Brustkrebs in der Regel nicht durch Schmerzen. Eine Frau kann aber durch eigene tastende und betrachtende Untersuchung ihrer Brüste Anzeichen erkennen, die auf Brustkrebs hindeuten können. Zu ihnen gehören bisher nicht erkennbare Knoten in der Brust oder in den Achselhöhlen, zuvor nicht existierende Größenunterschiede beider Brüste, aus den Brustwarzen austretende blutige, eitrige oder wässrige Flüssigkeit.

Vorsorgeuntersuchungen

Ergänzt werden sollte diese Selbstuntersuchung von ärztlichen Untersuchungen, die der Vorsorge dienen. Zu ihnen gehört die ärztliche Tastuntersuchung, die Frauen ab einem Alter von 30 empfohlen wird. Frauen ab 40 empfiehlt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) in seiner Patienteninformation „Früherkennung von Brustkrebs“ eine Ultraschalluntersuchung der Brust bei Auffälligkeiten. Ein regelmäßiges Mammographie-Screening wird bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren empfohlen.

Behandlung bei Brustkrebs

Die Totaloperation, bei der von Krebs betroffene Brüste entfernt werden, ist heute die Ausnahme. In der Regel wird versucht, die Brust zu erhalten. Eine Operation, bei der der Krebs entfernt wird, ist fast immer Bestandteil der Therapie. Daneben unterscheidet man die adjuvante und die neoadjuvante Brustkrebstherapie, die der Primärtherapie (zumeist: Operation) vorangeht beziehungsweise nachfolgt. Zu den hier angewendeten Therapien können Chemo- und Hormon- sowie die Strahlentherapie gehören. Neben der eigentlichen medizinischen Behandlung kann – abhängig von der erkrankten Frau – eine psychologische Betreuung oder Unterstützung durch passende Selbsthilfegruppen angebracht sein und der Patientin in ihrer Krankheitsphase helfen.

Ansgar Sadeghi