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Folgeerkrankungen des Herz-Kreislaufsystems

Folgeerkrankungen des Herz-Kreislaufsystems

Dauerhaftes Übergewicht führt in den meisten Fällen zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen der Gesundheit der Betroffenen. Neben anderen, schwerwiegenden Begleiterkrankungen tritt die Gruppe der Herz-Kreislauferkrankungen häufig im Zusammenhang mit Adipositas auf.

Auswirkungen auf die Herzfunktion

Übergewicht hat viele unerwünschte Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem. Insbesondere die Herzfunktion leidet unter der erhöhten Belastung. Um die Durchblutung der zunehmenden Körperfülle ausreichend zu gewährleisten, muss der Herzmuskel Schwerarbeit leisten. Dauert dieser Zustand über einen längeren Zeitraum hin an, kann es zu einer Überlastung des Herzmuskels und nachfolgend einer verminderten Pumpleistung des Herzens, der Herzinsuffizienz, kommen. Erschwerend kommt hinzu, dass Übergewichtige häufig ihre körperliche Aktivität einschränken und somit das Herz-Kreislaufsystem nicht mehr trainiert wird.

Bluthochdruck (Hypertonie)

Da die Menge des im Körper vorhandenen Blutes durch das Übergewicht deutlich höher sein muss als bei Normalgewichtigen, muss das Herz eine höhere Pumpleistung erbringen, um die Versorgung aller Bereiche des Körpers zu gewährleisten. Bedingt durch diese verstärkte Leistung des Herzens kommt es häufig zu Bluthochdruck (Hypertonie). Der ständig vorhandene überhöhte Druck in den Gefäßen kann zu deren Schädigung führen, da sie im Verlauf zu Verkalkungen und Verengungen neigen. Hierdurch erhöht sich beispielsweise das Risiko für Organschäden durch mangelhafte Durchblutung oder auch für Schlaganfälle, Herzinfarkt und Beeinträchtigungen der Sehfunktion.

Erkrankungen der Blutgefäße

Übergewicht bringt eine Reihe von Problemen mit sich. Vor allem der Bewegungsmangel wirkt sich ungünstig auf die Gesundheit des Herz-Kreislaufsystems aus. Nicht nur der Herzmuskel kann hiervon betroffen sein. Eine mangelhafte Durchblutung, wie sie durch dauerhaftes Sitzen oder Liegen entstehen kann, birgt auch erhebliche Risiken für die Blutgefäße. Insbesondere die Venen, deren eigenes, den Blutstrom regelndes Pumpsystem durch Bewegung unterstützt wird, sind häufig von Erkrankungen betroffen. Auch wird hierdurch die Entstehung von Thrombosen begünstigt. In Verbindung mit erhöhten Blutfettwerten besteht ein gesteigertes Risiko für Arteriosklerose sowie für die koronare Herzkrankheit. Die Blutgefäße werden durch Ablagerungen verengt, im schlimmsten Fall wird das Blutgefäß völlig verschlossen. Kann das Blut nicht über benachbarte Blutgefäße in die Organe gelangen, kann dessen Gewebe absterben. Im Falle der Herzkranzgefäße kann dieser Zustand zum Infarkt führen. Ein großes Risiko entsteht auch im Bereich der Durchblutung des Gehirns. Sind Teile des Gehirns nicht mehr an den Blutkreislauf angeschlossen, sterben wichtige Zellen ab, ein Schlaganfall entsteht. Durch Übergewicht wird die Gefahr, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, überproportional erhöht, denn bereits ab einer Überschreitung des Normalgewichts um 20 Prozent steigt das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall auf 50 Prozent an.

Nicole Breuer