curado
Sie sind hier: Startseite » Neurodermitis bei Kindern und Jugendlichen » Rehabilitation und Kuren bei Neurodermitis » Kuren für Kinder, Mutter-Kind-Kuren
Kuren für Kinder, Mutter-Kind-Kuren

Kuren für Kinder, Mutter-Kind-Kuren

Sowohl für die Kinder und Jugendlichen, die von Neurodermitis betroffen sind, als auch für deren Eltern stellt diese Erkrankung eine Herausforderung dar. Die Kinder mit Neurodermitis wissen, dass sie anders sind, schämen sich eventuell für ihr Äußeres. Die Eltern wiederum wollen ihren Kindern das Leben so normal wie möglich gestalten. Die daraus resultierenden Anforderungen unter einen Hut zu bringen, ist im Alltag nicht immer einfach. Daher bieten die Krankenkassen und Rentenversicherungsträger Kuren an, die Kindern, Jugendlichen und Eltern helfen sollen, mit der Erkrankung Neurodermitis im Alltag besser zu Recht zu kommen.

Grundsätzlich ist es Sinn einer Kur oder Rehabilitationsmaßnahme, dass das Leiden der Kinder und Jugendlichen mit Neurodermitis vor Ort gebessert wird, doch gerade beim Thema Neurodermitis bietet es sich an, diese Kuren an einem Ort durchzuführen, der aufgrund seiner klimatischen Bedingungen bereits grundsätzlich zur Verbesserung der von Neurodermitis geplagten Haut beiträgt. Dies sind Kurkliniken an der See oder in den Bergen mit einer Höhe von mindestens 1.500 m über NN.

Es werden folgenden Möglichkeiten der Kur für Kinder und Jugendliche mit Neurodermitis unterschieden:

Kinderkuren: Hier begibt sich das Kind allein ohne seine Eltern in die Kurklinik. Diese Kinderkurkliniken oder besser gesagt Kinderkurheime bieten den Kindern mit Neurodermitis neben einer sehr guten medizinischen Betreuung durch Kinder- und Jugendärzte auch ein breites Angebot an Möglichkeiten, ihre Freizeit mit Gleichaltrigen zu gestalten. Parallel dazu stehen erfahrene Erzieher und Pädagogen den Kindern mit Neurodermitis zur Seite. Damit die Kinder und Jugendlichen während ihres Aufenthalts nicht den Anschluss an die Schule verlieren, sorgen Lehrer meist in Fördergruppen für die nötige Wissensvermittlung, natürlich ohne den aus der Schule gewohnten Leistungsdruck. Solche Kuren können für Jugendliche mit Neurodermitis sinnvoll sein, die bereits etwas älter und selbstständiger sind, aber auch für Kinder und Jugendliche, die zur besseren Genesung der Neurodermitis aus ihrem gewohnten Umfeld genommen werden müssen.

Kind-Mutter-Reha oder Kind-Vater-Reha: Bei diesen Rehabilitationsmaßnahmen steht das an Neurodermitis leidende Kind im Vordergrund. Je nachdem welcher Elternteil den Großteil der medizinischen Betreuung des Kindes mit Neurodermitis übernimmt, reist dieser Elternteil auch mit in die Kureinrichtung. Die Reha wird dann auf das Kind und seine Bedürfnisse, die sich aus der Neurodermitis ergeben, zugeschnitten. Der begleitende Elternteil wird in diese Maßnahme mit eingebunden und kümmert sich ebenfalls nach Anweisung der betreuenden Ärzte um das Kind. Eine Kind-Mutter- oder Kind-Vater-Reha bringt für die Eltern also keinerlei Erholung, schärft aber das Verständnis, welches ein Kind mit Neurodermitis benötigt.

Mutter-Kind-Kur (seltener auch Vater-Kind-Kur): Mutter-Kind-Kuren legen ihr Augenmerk eher auf eine Verbesserung des mütterlichen Zustandes. Natürlich finden solche Kuren ebenfalls an Orten statt, die für die Genesung des Kindes mit Neurodermitis förderlich sind, doch sind die Rehamaßnahmen nicht allein auf das Kind ausgerichtet. Bei Mutter-Kind-Kuren steht die meist mit der Situation überlastete Mutter im Vordergrund. Ihr soll dabei geholfen werden, die Probleme des Alltags, die sich aus der Neurodermitis-Erkrankung ihres Kindes ergeben, besser zu meistern. Dies geschieht neben entspannenden Anwendungen sowohl durch eine psychologische Betreuung als auch durch Schulungsmaßnahmen und pädagogische Hilfen im Umgang mit dem an Neurodermitis leidenden Kind. Darüber hinaus soll in diesen Kuren die Beziehung zwischen Mutter und Kind verbessert werden.

Melissa Seitz

Curado Übersicht Rehabilitation und Kuren bei Neurodermitis