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Welt-Psoriasis-Tag

Der Welt-Psoriasis-Tag wurde 2004 von einem globalen Konsortium verschiedener Patientenorganisationen der ganzen Welt ins Leben gerufen, um ein Bewusstsein für die Erkrankung Schuppenflechte und Psoriasis-Arthritis zu schaffen. Zum Thema Schuppenflechte wird in mehr als 40 Ländern an dem jährlich stattfindenden Welt-Psoriasis-Tag am 29. Oktober von Ärzten und auch Psoriasis-Betroffenen informiert. So finden z.B. verschiedenste Info-Veranstaltungen und Vorträge in ganz Deutschland in Kliniken, bei Hautärzten und in Selbsthilfegruppen statt, um über die aktuellen Möglichkeiten der Behandlung zu berichten. Sie machen mit dem Welt-Psoriasis-Tag damit aufmerksam, dass Menschen mit Schuppenflechte nicht nur Hautprobleme haben, sondern die Krankheit das ganze Leben beeinflusst. Denn viele Betroffene fühlen sich ausgegrenzt und stigmatisiert, da die Hautveränderungen auf den ersten Blick für alle sichtbar sind und sie bei vielen auf Ablehnung stoßen.

Der Aktionstag wird von der International Federation of Psoriasis Associations (IFPA) veranstaltet. Dies ist eine internationale Organisation, deren Mitglieder wichtige und aktuelle Themen zu der Erkrankung Schuppenflechte in regelmäßigen Zusammenkünften diskutieren. Die IFPA will mit dem Welt-Psoriasis-Tag auch dafür Sorge tragen, dass die Forschung zu Psoriasis weltweit verstärkt wird, um die Krankheit, von der rund 125 Millionen Menschen in aller Welt betroffen sind, über kurz oder lang zu heilen.

Ziele des Welt-Psoriasis-Tages

Eines der großen Ziele des Welt-Psoriasis-Tages ist es, eine Art Plattform für die an Schuppenflechte Erkrankten zu schaffen, damit den Patienten aus der ganzen Welt eine internationale Stimme verliehen wird. Damit soll bewirkt werden, dass die von Schuppenflechte Betroffenen bei Entscheidungsträgern aus dem Gesundheitssystemen mehr Gehör bekommen.

Neben Informationen über medizinische Behandlungsmöglichkeiten der Schuppenflechte geht es am Welt-Psoriasis-Tag um neueste Forschungsergebnisse zu diesem Krankheitsbild. Ein wichtiges Thema des Welt-Psoriasis-Tages ist die bislang immer noch unzureichende medizinische Versorgungslage von Erkrankten in vielen Ländern. Weltweit leiden ungefähr mehr als 125 Millionen unter dieser Hauterkrankung.

Ein weiteres Anliegen des Welt-Psoriasis-Tages ist es, darüber Verständnis dafür zu wecken, unter welchem Leidensdruck Menschen mit Schuppenflechte stehen. Psoriasis-Erkrankte unterliegen nicht selten einer Stigmatisierung, weil viele Mitmenschen die geröteten, schuppenden Hautpartien als abstoßend empfinden. Der Welt-Psoriasis-Tag ist immer wieder Anlass, Mythen und Irrglauben über diese Hauterkrankung aus dem Weg zu räumen. So gibt es ausreichend Informationsmaterial auf dem Welt-Psoriasis-Tag, dass die Schuppenflechte nicht ansteckend ist, sondern eine meist erblich bedingte Krankheit. Auf der anderen Seite dient der Welt-Psoriasis-Tag auch dazu, die Psoriasis-Erkrankten selbst anzusprechen, dass sie mit ihrer Hautkrankheit nicht allein sind.

Quellen:
Karin Janowitz
allergikus 3/2018
Vergangene Welt-Psoriasis-Tage