Multiple Sklerose (MS) ist eine Erkrankung des Zentralnervensystems. Das Zentralnervensystem (ZNS) des Menschen ist für die Koordination von Bewegungsabläufen und die Integration von äußerlichen und innerlichen Reizen zuständig.
Eine US-amerikanische Studie, bei der das Gewicht von Kindern mit Klinisch isoliertem Syndrom (CIS, der Vorstufe von MS) bzw. mit MS mit dem gesunder Kinder verglichen wurde, legt nahe, dass Übergewicht bei Mädchen die Gefahr erhöht, an MS zu erkranken. Die Studie, die online in der Zeitschrift Neurology veröffentlicht wurde, ergab, dass 50,6% der Mädchen mit MS oder CIS übergewichtig waren, bevor sie die Diagnose erhielten. Von den gesunden Kindern hatten nur 36,6% ein zu hohes Gewicht. Das Risiko, an MS zu erkranken, lag für übergewichtige Mädchen 1,5-mal höher, für adipöse Mädchen sogar mehr als dreimal höher als für normalgewichtige Mädchen. Bei Jungen hingegen fand sich kein Zusammenhang zwischen Übergewicht und der Entstehung von MS.
Quelle: Befund MS 02/2013