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Anzeichen für einen Asthmaanfall

Es gibt einige Warnsignale, die einen möglichen Asthmaanfall ankündigen können. Für Betroffene ist es wichtig, diese zu erkennen. Denn dann kann ein Anfall vermieden werden.

Symptome wie anfallsartige Atemnot ggf. mit Husten charakterisieren Asthma. Asthmaanfälle können als Überreaktionen des Körpers auf bestimmte Allergieauslöser auftreten. Häufige Ursachen sind auch Infekte. Die Asthmabeschwerden treten oft nachts oder auch in den frühen Morgenstunden auf. Der Beginn eines Anfalls ist gekennzeichnet durch Husten, pfeifende Atmung, ggf. Kurzatmigkeit oder einem Engegefühl in der Brust. Dem Betroffenen fällt das Ausatmen schwer, da die Bronchialmuskulatur verkrampft. Während eines Anfalls kann es zu einer Panikreaktion beim Betroffenen aufgrund der Atemnot kommen. Diese panikbedingte vermehrte Ventilation wird wiederum die Atmung zusätzlich erschweren und so entsteht ein sog. Teufelskreis, der unterbrochen werden muss.

Asthmaerkrankte sollten Warnzeichen beachten

Anzeichen für einen Asthmaanfall, die Betroffene ernst nehmen sollten, sind z. B.:

  • die körperliche Belastbarkeit nimmt ab. Hierbei nehmen sie wahr, dass ihnen Alltagsaktivitäten sowie sportliche Betätigungen schwerer fallen als zuvor, oder dass bei anstrengenden Tätigkeiten die Luft knapp wird oder „pfeifende“ Geräusche über der Brust auftreten.
  • abfallende Peak-Flow-Werte. Wichtig bei der Erkennung von möglichen Veränderungen sind häufigere Messungen. Dann können die Werte verglichen und mögliche Tagesschwankungen vom Betroffenen selbst erkannt werden. Sinkende und stärker schwankende Werte zeigen eine Verschlechterung an.
  • Atemnot verstärkt sich. Besonders sie ist ein entscheidendes Warnzeichen. Oft tritt die Atemnot in der Nacht oder nach körperlicher Belastung auf. Gleichzeitig sind pfeifende Atemgeräusche über der Brust häufig.
  • verstärkter Husten mit klarem oder fehlendem Auswurf. Diese Symptome können in Ruhe, nachts meist in den frühen Morgenstunden oder bei/nach einer körperlichen Belastung auftreten und können einen Asthmaanfall anzeigen.
  • steigender Gebrauch des Notfallsprays. Hinweise für eine unzureichende Asthmaeinstellung ist ein häufiger Verbrauch (definiert als mehr als zwei Hübe pro Woche) eines die Bronchien erweiternden Sprays, um damit die Beschwerden zu lindern.
  • bronchiale Infekte. Diese führen u. U. zu einer Verschlechterung des Asthmas.
  • Wenn der Betroffene bewusst bei möglichen Anzeichen, z. B. durch eine kurzfristige Dosiserhöhung seiner Medikamente, gegensteuert, begegnet er einem Anfall im Vorfeld und kann ggf. Gegenmaßnahmen ergreifen. Von daher wäre es wichtig im Gespräch mit dem behandelnden Arzt oder bei der Asthmaschulung zu besprechen, wie man sich beim Auftreten dieser Warnhinweise richtig verhält, z. B. kann ein Notfallplan erstellt werden. Wichtig ist zu wissen, wie man eine solche Situation in Zukunft vermeiden könnte.

    Quelle: Ratgeber COPD und Asthma 2012